Vorankündigung: Ab Ende August werden Fledermauswanderungen angeboten
Exkursionsankündigung:
So., 30. August 2026, 14:00 Uhr
NSG Hochmoor und Grünland am Heiddeich – Renaturierung im Visier
Der Landkreis Ammerland plant zur Zeit auf seinen eigenen Flächen Renaturierungs- und Vernässungsmaßnahmen.
Bei diesem Schutzgebiet in Loy werden umfangreiche Maßnahmen vorgestellt, die dazu dienen, den Wasserhaushalt möglichst auch noch lange in die Trockenperioden hinein konstant halten zu können.
Das Schutzgebiet setzt sich aus Moorbirkenwald, Gagelgebüsch und vielfältigen Moorstadien
sowie unterschiedlich genutzten Grünlandflächen zusammen.
Treffpunkt Vorort ist die Kreuzung Schwarzer Weg/Am Bahndamm in Rastede/Loy
Anreise:
Der Parkraum ist begrenzt. Ortskundige sollten mit dem Rad anreisen.
Der NABU Rastede und Wiefelstede organisieren eine Anfahrt mit dem Rad
ab Wiefelstede: 12:30 Uhr am Heimatmuseum
ab Rastede: 13:15 Uhr am großen Parkplatz Schule Feldbreite.
Anmeldung unter
[email protected]
Veranstalter ist die Moorinitiative Ammerland (MoorIA)
Programmheft der Vortragsreihe erschienen:
Nasse Moore auch im Ammerland?
Sa., 11. Juli. 2026.
Klima-Radtour entlang der Haaren bis zur Mündung in die Hunte - Rückblick
Die rund 30 Kilometer lange Strecke entlang des Fließweges der Haaren bis zum Mündungsbauwerk am Oldenburger Hafen bietet selbst jenen, die Routenabschnitte bereits kennen, neue Einblicke. An ausgewählten Stationen werden die Besonderheiten Flussniederungen erlebbar gemacht. Themen wie Starkregengefahren, Überschwemmungen der Vergangenheit und Klimaanpassungsmaßnahmen stehen dabei im Mittelpunkt.
Die ca. 4 stündige Fahrt startet in Leuchtenburg. Hier beginnt der Zuständigkeitsbereich des Entwässerungsverbandes der Haaren-Wasseracht.
Auf den ersten Teilstücken wird der noch kleine Flusslauf an landwirtschaftlichen Flächen an wenigen Stellen gekreuzt.
Die ersten Haltepunkte sind zwei Renaturierungsmaßnahmen in Westerholtsfelde, an denen Hartmut Lueken von der Haaren-Wasseracht die Funktionen erläutert.
Weiter verläuft die Route an der Bahnstrecke OL-Bad Zwischenahn durch den schattigen Wold vorbei am Regenwasserrückhaltebecken über die Haarenniederung der Stadt Oldenburg zum innerstädtischen Mündungsbauwerk zur Hunte.
Bildergalerie Juli 2026
Die lange Flugreise einer kleinen Mönchsgrasmücke endet in Lehmdermoor
Im Mai meldet uns die Anwohnerin Anke Segebade aus Lehmdermoor einen kleinen Singvogel, der leblos auf ihrem Hof liegt.
Das Besondere an diesem Fund:
Der Vogel besitzt einen kleinen Metallring mit eingestanzten Ziffern am rechten Fuß.
Der Ring hat aufgerollt eine Größe von 10 x 5 mm
Die Abkürzung hinter dem 8-stelligem Code gehört zum Königlichen Belgischen Institut für Naturwissenschaften, welches schon seit 1927 Vögel beringt.
Anhand der markanten Kopfkappe des grauen Singvogel-Männchens ist Vogelart "Mönchsgrasmücke" schnell bestimmt. Die Kontaktadresse der belgischen Beringerstation wird schnell gefunden und der Fund über ein Kontaktformular gemeldet.
Im Juni kam dann Post vom Institute of Natural Sciences (Belgien). Auf einem Formular war nun dokumentiert:
Das Beringungsdatum der ca. einjährigen Grasmücke (lat. SYLVIA ATRICAPILLA) war der 20.09.2025 in Ostflandern (Belgien).
Im Anschluss folgt die Fundstelle: Rastede, Weser-Ems, Germany, Festland, mit dem Hinweis "Found injured" (Totfund)
Die junge Mönchsgrasmücke hat vom letzten Herbst bis zu diesem Frühjahr eine Route von 377 km in 7 Monaten und 13 Tagen zurückgelegt.
Die Beringung von Wildvögeln ist ein Überwachungssystem, mit der beispielsweise die Wanderung und Demografie der Vögel studiert werden sollen.
Sie kann auch zur Ausweisung eines Netzes von Schutzgebieten beitragen, zu denen Rastplätze für Zugvögel zählen, sowie zur Untersuchung der Auswirkung des Klimawandels und zur Verbreitung von Krankheiten u.v.m.
Es ist also jeder Fund wertvoll, gibt das Institut bekannt.
Wir bedanken uns bei den vielen Helfer und Helferinnen 👍
Herbst/Winter 25/26:
Entkusseln – das Entfernen von Gehölz – ist eine Pflegemaßnahme zur Offenhaltung von artenreichen Kulturland-
schaften.
Es kann aber auch die Revitalisierung eines Moores unterstützen: Entkusseln fördert Licht liebende Moorpflanzen und verhindert, dass Wasser aus Moorflächen verdunstet. Birken beispielsweise
entziehen dem
Moor viel Feuchtigkeit.
Gehölze können auf Moorflächen entweder per Hand oder von Weidetieren entfernt werden. Die Tiere, die sehr gut an das vorhandene Futter und die feuchten Bedingungen
angepasst sind, halten die Triebe kurz. Alte Schafrassen, wie zum Beispiel Heidschnucken, kommen insbesondere in den Hochmoorgebieten zum Einsatz. In Niedermooren werden seit einigen Jahren
erfolgreich Beweidungsprojekte mit Heckrindern und Wasserbüffeln durchgeführt.
Wichtig ist: Um einen dauerhaften Erfolg der Entkusselungen zu sichern, sollten möglichst die moortypischen Wasserstände
wieder hergestellt werden.
Bleibt der Moorwasserspiegel
niedrig, wachsen auf den freien Flächen bald erneut
Gehölze auf und es muss wieder entkusselt werden.
Interessierte Unterstützer*innen können sich an [email protected] wenden.
https://www.repaircafe-rastede.de/