Manfred Meins, Butjadinger Straße 117, 26180 Rastede/Ipwege, Tel 04402-81176

 

10. Juni 2008

 

Leserbrief
zu Ihrem Bericht in der NWZ vom 30.05.08

 

Rasantes Wachstum


Es vergeht in der letzten Zeit kaum eine Woche, ohne dass sich Bürgermeister Decker/Gemeinde Rastede zum geplanten Industriegebiet in Ipwege zwischen B 211 und Hillersweg äussert. Kritik an der Ausweisung als uneingeschränktes Industriegebiet und Forderungen, es den vorhandenen Gewerbegebieten am Nordkreuz anzugleichen, lässt er nicht zu. Dabei dienen Industriegebiete, das sagt § 9 Absatz 1 BauNVO, ausschließlich der Unterbringung von Gewerbebetrieben, und zwar vorwiegend solcher Betriebe, die in „normalen“ Gewerbegebieten unzulässig sind. Hier finden vor allem Unternehmen ihren Standort, die wegen ihres hohen Störgrades durch Emissionen, wie zum Beispiel Luftverunreinigungen oder Lärm in anderen Gewerbegebieten unzulässig sind!
Gebetsmühlenartig wiederholt er, wie auch das beauftragte Planungsbüro, dass die neu anzusiedelnden Betriebe „gesehen werden wollen“ und sollen. Und dass darum kein Baum im neuen Industriegebiet stehen bleiben darf (von wenigen Feigenblättern abgesehen). Über 100.000 qm Wald und eine Jahrhunderte alte Wallhecke müssen vernichtet werden, die gesamte Flora und Fauna. Selbst im nicht überbaubaren Randstreifen an der B 211, der die in der Regel nicht vor Schönheit strotzenden Gewerbebauten in die Landschaft einbinden könnte, muss für dieses Ziel alles plattgemacht werden.
Vorbehaltlos unterstützt wird der Bürgermeister dabei von der Ratsmehrheit aus CDU, FDP und UWG.
Aber wie soll sichergestellt werden, dass ein Unternehmen in der zweiten oder gar dritten Reihe auch von überall zu sehen ist, das wird vermutlich erst in der nächsten Bauausschusssitzung am 23. Juni entschieden..
Um so erstaunlicher ist es dann, wenn man Berichte über die Unternehmen liest, die sich im Gewerbegebiet OL-Nord am Schafjückenweg in den vergangenen Jahren angesiedelt haben. Keiner dieser Betriebe ist von der B 211 aus zu sehen, weil der (noch) vorhandenen Wald sie verbirgt! Wie konnte es möglich sein, dass gleich vier Unternehmer, die doch keine Hinterwäldler sind, so gravierende Fehlentscheidungen bei ihrer Standortwahl trafen?! Da sie nicht schon aus großer Entfernung zu sehen sind, müsste der Pleitegeier sie doch schon nach kurzer Zeit hingerafft haben!
Doch dann liest man ausgesprochen Erfreuliches in der NWZ: Vierol wird sein Lager um 4000 qm in diesem Jahr erweitern und 20 neue Arbeitsplätze schaffen (NWZ, 26.10.07). Brötje-Handel baut weitere 1600 qm Lagerfläche und erweitert um den Bereich Elektro (NWZ, 02.06.08).
„Rasantes Wachstum“, so die Überschrift Ihres Artikels in der NZW vom 30.05.08, erlebt die Firma Witte, wie sich die Mitglieder des CDU-Gemeindeverbands bei einem Firmenbesuch überzeugen konnten: Die 2006 erbaute Halle von 4500 qm wird schon zwei Jahre später erweitert. Die Mitarbeiterzahl hat sich verdoppelt, der Umsatz verdreifacht. (Nur von Noveda sind bislang keine Erweiterungspläne bekannt. Da wird man sich doch wohl keine Sorgen machen müssen?)
Staunend, wie auf dem Foto zu Ihrem Bericht zu sehen, nehmen Bürgermeister, dessen Stellvertreter und andere CDU-Ratsmitglieder diese schöne Entwicklung zur Kenntnis. Dass aber Wittes Halle direkt hinterm Wald steht, haben sie nicht bemerkt, oder haben sie den Wald vor lauter Bäumen gar nicht gesehen?

Fr. 28. Aug.: Fledermausführung durch den Rasteder Schlosspark

(anmelden unter 04402-86385510)

Coronabedingt nur 2 Gruppen à 10 Teiln.
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In der ALRA, Anton-Günther-Str. 8, liegen die Zählbögen aus!
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Der NABU unterbreitet dem Bürgermeister einen Vorschlag, Luftbild: Google Maps
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s. Urteil des Verw.-Gerichts Gießen vom 28.01.2020, Foto Gurelur
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Die selten gewordene Turteltaube kämpft ums Überleben, Foto:  Manfred Ziegler
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