NABU Rastede, Mühlenstr. 116, 26180 Rastede
Gemeinde Rastede
Herrn Bürgermeister von Essen
Sophienstr. 27

26180 Rastede                                                                

                                                                                    Rastede, 19. 02. 2012
                                                                
                                               
   
                                                
Flächennutzungsplanänderung "Südlich Schlosspark" und Aufstellung des Bebauungsplans 93 A (Frühzeitige Bürgerbeteiligung nach § 3 (1) BauGB)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Pläne der Gemeinde zur Flächennutzungsplanänderung "Südlich Schlosspark" und zur Aufstellung des Bebauungsplans 93 A stoßen in der Gemeinde und bei den gewählten Vertretern im Gemeinderat auf ein unterschiedliches Echo. Die Großzügigkeit, mit der die Landschaft im ländlichen Hankhausen verplant wird, erschreckt und sprengt in ihren Ausmaßen alle Grenzen. In Fortsetzung der bisherigen Baulandpolitik scheint es auch unter Ihrer Führung keine Bedenken bei der weiteren Landschaftszersiedelung und -versiegelung in Rastede zu geben. In diesem Zusammenhang darf erinnert werden an den 11. August 2011, als vor der Kommunalwahl beiden Bürgermeisterkandidaten in der Heimvolkshochschule die Frage gestellt wurde, ob sie denn im Falle ihrer Wahl Pläne unterstützen würden, den Schlosspark durch weitere Baugebiete einzukreisen und ihn damit zum „Stadtpark“ werden zu lassen. Ihr Gegenkandidat und Sie schlossen diese Möglichkeit für sich aus. Die Einlösung dieses Versprechens stellen wir uns allerdings anders vor.
Die Verwirklichung der Planung jedenfalls würde genau dieses Ergebnis bringen: Der Schlosspark wird auch auf seiner Südseite von Wohnbebauung, allein durch die heutige verdichtete (z. T. zweistöckige) Bauweise mit kleinen Grundstücken, optisch verriegelt. Dabei wird leider übersehen, dass man damit auch die eigene Identität aufgibt. Hankhausen ist die zentrumsnächste Bauerschaft und hat bis heute seinen ländlichen Charakter im Kern weitgehend erhalten können. Die Grünländereien bilden einen wohltuenden Kontrast zur vorherrschenden Streusiedlung und zur jetzigen Siedlung "Südlich Schlosspark". Dieses Kleinod ist man offensichtlich bereit zu opfern für ein paar Hundert Neubürger, nur damit der Bevölkerungsstand in etwa gehalten werden kann (Stichwort demografische Entwicklung). Wir bitten zu überlegen, ob die immer weiter fortschreitende Zersiedelung, der Artenschwund und der Verlust der Attraktivität Rastedes als Wohn- und Urlaubsort diesen Zugewinn rechtfertigt. Außerdem ist gemeindlicherseits ein zusätzliches Infrastrukturpotenzial vorzuhalten mit enormen Folgekosten, die auf immer weniger Schultern zu verteilen sind.
Auch für den Tourismus ist die Landschaft um den Schlosspark von großer Bedeutung. Der nicht unbedeutende Wirtschaftsfaktor Tourismus soll bundesweit sogar die Bedeutung von Banken und Fahrzeugherstellern übertreffen und zählt nach Studien zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Deutschlands (NWZ vom 04.02. und 10.02.2012).
Täglich werden in Deutschland immer noch 90 ha Freifläche zugebaut. Gegenteilige Beschlüsse der Bundesregierung vom 07.11.2007, bis 2010 die Degradierung von Lebensräumen zu stoppen, zumindest aber den täglichen Flächenbedarf bis 2020 auf 30 ha zu verringern, sind leider nur Lippenbekenntnisse. Auf Kommunalebene wird weiter ungehindert gewurstelt wie eh und je. Inzwischen schlagen auch die Landwirte Alarm. Ihnen geht, natürlich auch aus anderen Gründen, die landwirtschaftliche Nutzfläche nach und nach verloren.

Die Frage der überdimensionierten Erweiterung des Baugebiets „Südlich Schlosspark“ darf nicht nur im Rahmen einer Bürgerversammlung, sondern muss in einem freiwilligen Verfahren von einer breiten Bevölkerungsschicht mitgetragen werden. Ein solches Zeichen würde ein Nachdenken über die bisherige Baulandpolitik erkennbar werden lassen! Über diese Entwicklung würden wir uns freuen, Herr Bürgermeister! Wir selbst werden ab der kommenden Woche eine Umfrage unter den Rasteder Einwohnern starten und diese auch veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Horst Lobensteiner

Horst Lobensteiner
1. Vorsitzender


P.S.: Kopie gelangt per E-Mail an die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien und die örtliche Presse

Achtung! Die im Frühjahr geplante Radtour entlang der Quellgewäs-ser der Jade wird am

16. Oktober, 14.00 Uhr, Parkplatz der Schule Feldbreite, nachgeholt.

Anmeldung unter 04402-8638112.

Das nächste Ortsgruppentreffen findet am 21. Oktober 2021 im evang. Gemeindehaus statt. (s. unter Termine/Veranstaltungen)

Wahl zum Vogel des Jahres 2022: Vom 6. Oktober bis zum 18. November 2021 kann Jede/

Jeder unter den fünf zur Wahl stehenden Vögeln auswählen (www.vogeldesjahres.de)

Der Feldsperling ist einer der zur Wahl stehenden Brutvögel
Der Feldsperling ist einer der zur Wahl stehenden Brutvögel
Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Bei dem "Protestival" gegen die A 20 vom 6.-8. August hat auch der NABU Rastede Flagge gezeigt. Foto J. Matz
Bei dem "Protestival" gegen die A 20 vom 6.-8. August hat auch der NABU Rastede Flagge gezeigt. Foto J. Matz
5. Juni: A20-Gegner im strömenden Regen auf der geplanten Trasse hinter Gut Hahn, s. auch a20-nie.de, Foto: Silke Lorenz
5. Juni: A20-Gegner im strömenden Regen auf der geplanten Trasse hinter Gut Hahn, s. auch a20-nie.de, Foto: Silke Lorenz

Die Erde schwitzt, die Jugend protestiert weltweit - trotzdem Autobahn-Neubauten? Werden die Mahnungen des Club of Rome, des Weltklimarats (IPPC) und der Wissenschaft sowie der Naturschutzverbände weiterhin ignoriert? Wie be-scheuer-t muss es denn noch kommen und wann lernt die Politik endlich dazu?

Windparks in der Wapelniede-rung und im Lehmder Moor:

Das OVG Lüneburg hat die Bebauungspläne lt. Urteil vom 24.06.2021 wg. schwerwiegender Mängel für rechtswidrig erklärt!

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

Jedes Maß scheint verloren zu gehen: 40 ha sollen für Gewerbe- ansiedlungen in Leuchtenburg reserviert werden. Es gibt kein

Korrektiv mehr im Gemeinderat!

Mit der Bohmann-Umsiedlung soll es los-gehen. Animation Jabro Planungsgesell-schaft,  s. unter "Aktuelles"
Mit der Bohmann-Umsiedlung soll es los-gehen. Animation Jabro Planungsgesell-schaft, s. unter "Aktuelles"

 

Das Rotkehlchen:

Vogel des Jahres 2021

Foto Oskar Jungklaus
Foto Oskar Jungklaus

Die Vögel des Ipweger Moores

Juli 2021: Es bestehen noch Rest-bestände der 2. Auflage unseres Buches "Die Vögel des Ipweger Moores". Wer noch eines bestellen möchte, sollte sich beeilen. Lesen Sie die Einführung unter "Aktuelles".
Juli 2021: Es bestehen noch Rest-bestände der 2. Auflage unseres Buches "Die Vögel des Ipweger Moores". Wer noch eines bestellen möchte, sollte sich beeilen. Lesen Sie die Einführung unter "Aktuelles".

Hankhauser Moor: Ministerin Otte-Kinast will "weiße Fläche" im LROP wieder herstellen!

Kuckuckslichtnelken am  Eggerkingsweg
Kuckuckslichtnelken am Eggerkingsweg
Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !
Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !

Ausnahmen vom Tötungsverbot verstoßen gegen europäisches Naturschutzrecht!

s. Urteil des EuGH vom 4. März 2021 (C-473/19), Foto Gurelur
s. Urteil des EuGH vom 4. März 2021 (C-473/19), Foto Gurelur

Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?

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