Besuch bei den Wintergästen in der Jader Marsch

am 29. Januar 2012 mit 30 begeisterten Teilnehmern

Bericht und Fotos von Silke Lorenz

Eine Wolke mit Tausenden von Wildgänsen in der Jader Marsch
Eine Wolke mit Tausenden von Wildgänsen in der Jader Marsch

 

Ein Hauch von Fernweh…

 

Von den arktischen Brutgebieten, den Tundren Nordrußlands und Sibiriens, legen die Gänse jährlich mehr als 15.000 km in ihre wärmeren Überwinterungsgebiete zurück. Das heutige Exkursionsziel, das Weideland der Wesermarsch in der Wattenmeer-Region, gehört zu den wichtigsten Gänserastgebieten in Niedersachsen.
In dem abenteuerlichen Leben der Wildgänse zwischen Wildnis und Weideland lauern viele Gefahren. Ihre langen Wegstrecken legen sie in großen pfeilförmigen Gänsetrupps  zurück. Das Schauspiel der geheimnisvollen Zugvögel lockt hierzulande immer wieder zahlreiche Schaulustige an, wie auch an diesem Tag.
Die Planung der Stationen einer Zugvogel-Exkursion ist nicht so einfach, denn ihr Futter- und Rastplatz wechselt häufig. So konnten bei der Vorbereitung der Tour am Vortag durch die Jader Marsch noch große Scharen von Blessgänsen in Begleitung von geselligen Nonnengänsen und Kiebitzen von einem Standort gesichtet werden, der jedoch am nächsten Tag nur eine leere Weide bot. Dennoch wurde schnell an andere Stelle die Anzahl der Gänse noch überraschend übertroffen.

Eine Wolke mit Tausenden von Wildgänsen in der Jader Marsch
Eine Wolke mit Tausenden von Wildgänsen in der Jader Marsch

 

Ein Hauch von Fernweh…

 

Von den arktischen Brutgebieten, den Tundren Nordrußlands und Sibiriens, legen die Gänse jährlich mehr als 15.000 km in ihre wärmeren Überwinterungsgebiete zurück. Das heutige Exkursionsziel, das Weideland der Wesermarsch in der Wattenmeer-Region, gehört zu den wichtigsten Gänserastgebieten in Niedersachsen.
In dem abenteuerlichen Leben der Wildgänse zwischen Wildnis und Weideland lauern viele Gefahren. Ihre langen Wegstrecken legen sie in großen pfeilförmigen Gänsetrupps  zurück. Das Schauspiel der geheimnisvollen Zugvögel lockt hierzulande immer wieder zahlreiche Schaulustige an, wie auch an diesem Tag.
Die Planung der Stationen einer Zugvogel-Exkursion ist nicht so einfach, denn ihr Futter- und Rastplatz wechselt häufig. So konnten bei der Vorbereitung der Tour am Vortag durch die Jader Marsch noch große Scharen von Blessgänsen in Begleitung von geselligen Nonnengänsen und Kiebitzen von einem Standort gesichtet werden, der jedoch am nächsten Tag nur eine leere Weide bot. Dennoch wurde schnell an andere Stelle die Anzahl der Gänse noch überraschend übertroffen.

Immer wieder fliegen einzelne Trupps ein
Immer wieder fliegen einzelne Trupps ein

Trotz der Bildung von Fahrgemeinschaften war die Exkursions-Teilnehmerzahl samt KFZ recht groß. Von daher war ein beachtlicher Abstand zu den Tieren nötig, um aus sicherer Entfernung das Treiben beobachten zu können, ohne zu stören. Mehrere Spektive und Ferngläser sorgten mit ihrer Vergrößerung für einen eindrucksvollen Sehgenuss.
Das Hauptaugenmerk lag auf einer Gruppe von geschätzten 10.000 Nonnengänsen, auch Weißwangengänse genannt. Die Pflanzenfresser legen hier ihren Energievorrat für den langen Rückzug an. Sie leben vor allem von kurzem Gras. Der immer wiederkehrende Aufflug, das Kreisen und Landen einzelner Trupps während des Grasens sorgte für Faszination und Abwechslung an diesem frostig nebeligen Sonntagmorgen.

Am gegenüberliegenden Jadeufer gelangten mehrere Kiebitze, Goldregenpfeifer, Brachvögel u. a. ins Visier der Spektive, während ein Mäusebussard in aller Ruhe das Geschehen von einem Gatter beobachtete.

Die Spektive wurden reichlich genutzt
Die Spektive wurden reichlich genutzt


Weiterhin versetzten die Rufe von drei überfliegenden Feldlerchen die Teilnehmer ins Staunen. Dass es sich tatsächlich um dieselben handelte, konnte die Vogelstimmen-Audiodatei eines MP3-Players des Exkursionsleiters belegen.
Weitere Wintergäste im Marschgebiet sind noch diverse Entenarten, Kormorane, Brandgänse und zahlreiche Limikolenarten. Vielleicht werden sie auf einer der kommenden Exkursionen vorrangig zu sehen sein.

Nächste Exkursion am Sonntag, 20. Juni ins Schwimmende Moor im Weltnaturerbe Wattenmeer, Treffpunkt Marktplatz Rastede, 08.30 Uhr, s. Termine/Veranst.

Trotz strömenden Regens haben ~ 500 Teilnehmer an der Stern-fahrt gegen den Bau der A 20  nach Gut Hahn teilgenommen! s. auch unter www.a20-nie.de

5. Juni: A20-Gegner im strömenden Regen auf der geplanten Trasse hinter Gut Hahn, Foto: Silke Lorenz
5. Juni: A20-Gegner im strömenden Regen auf der geplanten Trasse hinter Gut Hahn, Foto: Silke Lorenz

Die Erde schwitzt, die Jugend protestiert weltweit - trotzdem Autobahn-Neubauten? Werden die Mahnungen des Club of Rome und der Wissenschaft sowie der Naturschutzverbände weiterhin ignoriert? Wie be-scheuer-t muss es denn noch kommen und wann lernt die Politik endlich dazu?

FFF-Protest gegen die A 20 vor der Autobahn GmbH in Oldenburg
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Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
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Jedes Maß scheint verloren zu gehen: 40 ha sollen für Gewerbe- ansiedlungen in Leuchtenburg reserviert werden. Es gibt kein

Korrektiv mehr im Gemeinderat!

Mit der Bohmann-Umsiedlung soll es los-gehen. Animation Jabro Planungsgesell-schaft,  s. unter "Aktuelles"
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Das Rotkehlchen:

Vogel des Jahres 2021

Foto Oskar Jungklaus
Foto Oskar Jungklaus
März 2021: Die Nachfrage nach unserem Buch "Die Vögel des Ipweger Moores" ist nach wie vor überwältigend. Derzeit wird die zweite Auflage ausgegeben. Lesen Sie die Einführung unter "Aktuelles".
März 2021: Die Nachfrage nach unserem Buch "Die Vögel des Ipweger Moores" ist nach wie vor überwältigend. Derzeit wird die zweite Auflage ausgegeben. Lesen Sie die Einführung unter "Aktuelles".

Hankhauser Moor: Ministerin Otte-Kinast will "weiße Fläche" im LROP wieder herstellen!

Kuckuckslichtnelken am  Eggerkingsweg
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Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !
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Ausnahmen vom Tötungsverbot verstoßen gegen europäisches Naturschutzrecht!

s. Urteil des EuGH vom 4. März 2021 (C-473/19), Foto Gurelur
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Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
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Windparks im Norden Rastedes: Stellungnahme unter "Aktuelles"

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
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NABU-TV auf Youtube

NABU-Vogelführer online und als kostenlose Handy-App
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