Kopfüber zum Vogel des Jahres 2006

Der Kleiber – die Stimme unserer Buchen- und Eichenwälder

Kleiber, Foto M. Neubauer
Kleiber, Foto M. Neubauer

NABU und Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Kleiber zum „Vogel des Jahres 2006” gekürt. Damit folgt dem Uhu als größter Eule Europas in diesem Jahr ein kleiner Singvogel, der in Deutschland weit verbreitet ist. „Die Wahl des Kleibers ist ein Plädoyer für den Schutz von Buchen- und Eichenwäldern“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Er stehe stellvertretend für einen Lebensraum in Deutschland und Mitteleuropa, der ebenso unverzichtbar für viele andere Vögel wie Spechte, Meisen oder Greifvögel sei.

„Der Kleiber ist die Stimme unserer Wälder und hat zudem eine interessante Biologie“, betonte Opitz. Die Männchen höre man von Ende Dezember bis ins Frühjahr mit der lauten Pfeifstrophe „wi wi wi“ weithin rufen. Als einziger Vogel kann der Kleiber (Sitta europaea) den Baumstamm kopfüber hinunterlaufen. Der Name beschreibt die „handwerkliche“ Fähigkeit des Vogels, den Eingang der Bruthöhle durch „Kleibern“ (Kleben) von Lehmkügelchen auf die eigene Körpergröße zu verkleinern. Mit 12 bis 15 Zentimetern ist der Kleiber etwa so groß wie eine Kohlmeise. Typisch sind die kompakte Gestalt, der relativ große Kopf, das blaugraue Obergefieder sowie der schwarze Augenstreif von den Schultern bis zum langen spitzen Schnabel.

"Mindestens acht Prozent der europäischen Kleiberpopulation lebt in Deutschland. Damit hat Deutschland eine zentrale Verantwortung für die Art und ihren Lebensraum mit höhlenreichen Altholzbeständen und strukturreichen, lichten Laub-, Laubmisch- und Nadelwäldern. Diese sind gleichzeitig ein Wasserspeicher und nehmen sehr viel Kohlendioxid aus der Luft auf. Eine sorgsame Behandlung des Kleiberlebensraums ist damit auch ein gesellschaftlicher Beitrag zum Hochwasser- und Klimaschutz“, sagte LBV-Vorsitzender Ludwig Sothmann.

Seit 1971 kürt der NABU den „Vogel des Jahres“. Mit dem Kleiber wurde in diesem Jahr nach dem Schwarzspecht (1981) und dem Buntspecht (1997) wieder bewusst ein Waldvogel gewählt. „Der Kleiber benötigt ältere Bäume, in denen er nisten kann“, so NABU-Vizepräsident Opitz. Eine nachhaltige Forstwirtschaft sei damit gleichzeitig der beste Schutz für den Kleiber. Nach Schätzungen gibt es derzeit etwa 600.000 bis 1,4 Millionen Brutpaare in Deutschland.

Achtung! Die im Frühjahr geplante Radtour entlang der Quellgewäs-ser der Jade wird am

16. Oktober, 14.00 Uhr, Parkplatz der Schule Feldbreite, nachgeholt.

Anmeldung unter 04402-8638112.

Das nächste Ortsgruppentreffen findet am 21. Oktober 2021 im evang. Gemeindehaus statt. (s. unter Termine/Veranstaltungen)

Wahl zum Vogel des Jahres 2022: Vom 6. Oktober bis zum 18. November 2021 kann Jede/

Jeder unter den fünf zur Wahl stehenden Vögeln auswählen (www.vogeldesjahres.de)

Der Feldsperling ist einer der zur Wahl stehenden Brutvögel
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Naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
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Bei dem "Protestival" gegen die A 20 vom 6.-8. August hat auch der NABU Rastede Flagge gezeigt. Foto J. Matz
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5. Juni: A20-Gegner im strömenden Regen auf der geplanten Trasse hinter Gut Hahn, s. auch a20-nie.de, Foto: Silke Lorenz
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Die Erde schwitzt, die Jugend protestiert weltweit - trotzdem Autobahn-Neubauten? Werden die Mahnungen des Club of Rome, des Weltklimarats (IPPC) und der Wissenschaft sowie der Naturschutzverbände weiterhin ignoriert? Wie be-scheuer-t muss es denn noch kommen und wann lernt die Politik endlich dazu?

Windparks in der Wapelniede-rung und im Lehmder Moor:

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Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
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Jedes Maß scheint verloren zu gehen: 40 ha sollen für Gewerbe- ansiedlungen in Leuchtenburg reserviert werden. Es gibt kein

Korrektiv mehr im Gemeinderat!

Mit der Bohmann-Umsiedlung soll es los-gehen. Animation Jabro Planungsgesell-schaft,  s. unter "Aktuelles"
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Das Rotkehlchen:

Vogel des Jahres 2021

Foto Oskar Jungklaus
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Die Vögel des Ipweger Moores

Juli 2021: Es bestehen noch Rest-bestände der 2. Auflage unseres Buches "Die Vögel des Ipweger Moores". Wer noch eines bestellen möchte, sollte sich beeilen. Lesen Sie die Einführung unter "Aktuelles".
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Hankhauser Moor: Ministerin Otte-Kinast will "weiße Fläche" im LROP wieder herstellen!

Kuckuckslichtnelken am  Eggerkingsweg
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Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !
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Ausnahmen vom Tötungsverbot verstoßen gegen europäisches Naturschutzrecht!

s. Urteil des EuGH vom 4. März 2021 (C-473/19), Foto Gurelur
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