"Stunde der Wintervögel" vom 6. - 8. Januar 2023

Bundesweite Mitmachaktion startet zum 13. Mal

Volkszählung in Garten und Park vom 6. - 8. Januar

 

Anfang Januar ist es wieder so weit: zum zwölften Mal rufen NABU und LBV zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich dabei zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Jeder Vogelfreund kann sich an der Aktion beteiligen!Im Vorfeld der ersten bundesweiten Stunde der Wintervögel 2011 gab es eine ganze Reihe kritische Stimmen. Vor allem wurde befürchtet, die zusätzliche Aktion könnte die NABU-Gruppen überfordern und würde ihnen eine der letzten „Verschnaufpausen“ im dicht gedrängten Jahreskalender rauben. Schnell zeigte sich aber, dass viele Gruppen die Stunde der Wintervögel als willkommenen Jahresauftakt nutzen. Außerdem müssen die Gruppen am Aktionswochenende selbst nicht unbedingt tätig werden, denn Vögel am Futterhäuschen beobachten können Naturfreunde auch ohne unmittelbare NABU-Unterstützung. Viel wichtiger ist das Bewerben der Aktion in den Wochen und Monaten zuvor.

 

Der Publikumserfolg der Stunde der Wintervögel ist überwältigend. Über 176.000 Vogelfreunde haben sich 2022 an der Aktion beteiligt und Zählungen übermittelt. Fest steht: Eine naturkundliche Aktion mit derartiger Breitenwirkung gibt es in Deutschland kein zweites Mal!

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Aussagekraft einer solchen, vor allem von „blutigen Laien“ durchgeführten Momentaufnahme – ebenso wie der Stunde der Gartenvögel – sei ja wohl zweifelhaft. Selbstverständlich kann man die Stunde der Wintervögel nicht mit einer intensiven wissenschaftlichen Kartierung vergleichen und das kann auch nicht das Ziel sein. Die Aktion ergibt aber einen in der Fläche derart dichten Datenteppich, wie er mit anderen Zählmethoden nie zu erreichen wäre. Schließlich kommt es nicht darauf an, ob sich ein gemeldeter einzelner Adlerbussard oder fünf Wasserrallen verifizieren lassen.

 
 
Feldsperling
Feldsperling

Entscheidend sind die häufigen Arten des Siedlungsraums und dort sind die Ergebnisse erstaunlich präzise und belastbar. Beim Ausbruch des Usutu-Virus am Oberrhein hat sich dies eindrucksvoll bestätigt. Das Befallsgebiet zeichnete sich später auf der Karte genau ab. Im Vergleich mit den Vorjahreszahlen der Garten- wie der Wintervogelaktion sowie der befallsfreien Gebiete ließen sich die virusbedingten Verluste auf rund 300.000 Amseln hochrechnen.

Wir lernen bei der Stunde der Wintervögel nicht nur etwas über die Vogelwelt, sondern auch über die Vogelfreunde. So nehmen etwas mehr Frauen als Männer teil, was in Naturkunde und Naturschutz eher ungewöhnlich ist. Weniger überraschend ist die Altersstruktur: 83 Prozent der Teilnehmer sind 40 Jahre und älter, wobei der Schwerpunkt recht gleichmäßig über das Spektrum von 40 bis 70 Jahren verteilt ist. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sind „Wiederholungstäter“, haben also bereits an der vorigen Stunde der Winter- oder Gartenvögel teilgenommen.

80 Prozent der Teilnehmer geben ihre Meldung online ab. Das zeigt, dass das Internet längst nicht mehr nur das Medium der Jüngeren ist. Zeitungen und Zeitschriften bleiben dennoch wichtig, mehr als die Hälfte der Teilnehmer gibt an, dort von der Aktion erfahren zu haben.

Gravierend sind die regionalen Unterschiede. Aus Bayern und Thüringen gingen in Relation zur Einwohnerzahl vier bis fünfmal so viele Meldungen ein wie aus Berlin und dem Saarland. Offensichtlich sind die Bewerbung der Aktion vor Ort und Kooperationen mit regionalen Medien entscheidend für den Erfolg. Dabei darf die Motivation der eigenen Mitglieder zur Teilnahme nicht vergessen werden. Schließlich müssten gerade NABU-Mitglieder für die Stunde der Wintervögel zu begeistern sein. Bisher macht im Bundesschnitt gerade einmal jedes achtzigste Mitglied mit, in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg immerhin jedes dreißigste – es ist also noch Luft nach oben.
Haubenmeise im Winter
Haubenmeise im Winter

Jeder kann mitmachen !

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? „Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser können wir uns für den Schutz der Vögel einsetzen“, betont Horst Lobensteiner vom NABU Rastede.

Eine besondere Qualifikation außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Unter den Teilnehmern werden zahlreiche Bücher, Futtersäulen und andere Sachpreise verlost. Die Auswertung der Meldungen wird im Internet live zu verfolgen sein.

Amsel im Schnee, Foto: Mike Lane/fotolia
Amsel im Schnee, Foto: Mike Lane/fotolia

 

1. Vögel zählen


Wintervogelbeobachtung 

  • Die Aktion findet im Siedlungsraum statt: Garten, Balkon, Fenster oder Stadtpark.
  • Suchen Sie sich einen Platz, von wo aus Sie gut beobachten können.
  • Beobachten Sie eine Stunde lang und notieren Sie dabei von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die in diesem Zeitraum gleichzeitig zu sehen war. Das vermeidet Doppelzählungen.

Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Nutzen Sie auch unsere Online-Tipps zum Vögel bestimmen.

 

2. Beobachtungen melden

Und so können die Ergebnisse dem NABU gemeldet werden: Entweder direkt in der Vogelwelt-App, zu finden unter www.NABU.de/vogelwelt oder online auf www.stundederwintervoegel.de.

Wer telefonisch seine Beobachtungen weitergeben möchte, kann das direkt am 7. oder 8. Januar machen. An beiden Tagen ist jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Oder melden Sie per Post: Einfach von einem der Teilnahmeflyer die Meldebogen-Postkarte abtrennen, mit 70 Cent frankieren und bis zum 16.01.2023 an NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin absenden (Datum des Poststempels). Meldebogen zum Ausdrucken

Weitere Infos, Anleitungen und Tipps: Stunde der Wintervögel.

 

Melden mit der NABU-App "Vogelwelt"

Sie können auch mit einer App an der Stunde der Garten-/Wintervögel teilzunehmen. Die App "Vogelwelt" können Sie umsonst unter NABU.de/vogelwelt herunterladen. Legen Sie eine Liste mit den beobachteten Vögel an und senden Sie diese direkt an den NABU.


Oder Sie geben Ihre Meldung unten direkt ein.
 

Alle Teilnahmemöglichkeiten können Sie hier nachlesen.

 

Helfer für die Krötenwanderung an der Parkstrasse gesucht!!!

Trotz Anlage eines Ersatzteichs versuchen einzelne Kröten noch auf die andere Strassenseite zu gelangen. Sie werden in Eimern aufgefangen und müssen zurückgetragen werden. Bitte unter 04402 - 8638112 melden!

Erdkröten an der Parkstr., Foto S. Lorenz
Erdkröten an der Parkstr., Foto S. Lorenz

Das Veranstaltungsprogramm 2023 kann hier nachgelesen werden. Der Flyer dazu wird derzeit gedruckt und kann hier vorab eingesehen werden!

Natur des Jahres 2023

Feuersalamander - Höhlentier des Jahres
Feuersalamander - Höhlentier des Jahres

Hankhauser Moor im Nov. 2022:

Die drei Ammerländer Naturschutz-verbände haben dem Landkreis einen Vorschlag zur Unterschutzstellung des Hankhauser Moores unterbreitet.

Am  Eggerkingsweg
Am Eggerkingsweg

Vogel des Jahres 2023 ist das Braunkehlchen. Nicht wegzu-denken aus unseren Rasteder Geestrandmooren!

Braunkehlchen, Foto: Frank Derer
Braunkehlchen, Foto: Frank Derer

Unsere Rasteder Geestrandmoore Delfshauser-, Hankhauser-, Loyer- und Ipweger Moor: wichtiger denn je für Moorschutz, Klimaschutz (Kohlenstoffsenke) und Arten-schutz. Letzte Rückzugsräume für Mensch und Natur!!! Alles schon vergessen, lieber Gemeinderat?

Die Stellungnahme des NABU kann hier nachgelesen werden!

Abendstimmung im Ipweger Moor, Foto: Klaus Hinsch
Abendstimmung im Ipweger Moor, Foto: Klaus Hinsch

A 20 vor dem Aus?

Das Bundesverwaltungsgericht hat das Planfeststellungs-verfahren für den 1. Abschnitt Garnholt-Bekhausen für rechts-widrig und nicht vollziehbar erklärt! Das Urteil kann als pdf-Datei  heruntergeladen werden (auf das A20-Symbol klicken)!

Teuer, naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Teuer, naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)

Autobahnneubauten - Weiter-machen wie bisher?

Die Erde schwitzt, die Jugend protestiert weltweit - trotzdem Autobahn-Neubauten? Werden die Mahnungen des Club of Rome, des Weltklimarats (IPPC) und der Wissenschaft sowie der Natur-schutzverbände weiterhin ignoriert? Die Bundesregierung muss sich den Zeichen der Zeit stellen! Das Bundesverwaltungs-gericht Leipzig hat am 31. Mai 2022 jedenfalls den 1. Bauabschnitt der A 20 Bekhausen-Gr. Garnholt we-gen unzulässiger Emissionsein-träge ins FFH-Gebiet für rechts-widrig erkannt.

Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !
Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !

Windparks in der Wapelniede-rung und im Lehmder Moor:

Das OVG Lüneburg hat die Bebauungspläne lt. Urteil vom 24.06.2021 wg. schwerwiegender Mängel für rechtswidrig erklärt!

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

Jedes Maß scheint verloren zu gehen: 40 ha sollen für Gewerbe- ansiedlungen in Leuchtenburg reserviert werden. Es gibt kein

Korrektiv mehr im Gemeinderat!

Mit der Bohmann-Umsiedlung soll es losgehen. Animation Jabro Planungsgesellschaft,  s. unter "Aktuelles"
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Die Vögel des Ipweger Moores

Es bestehen noch Restbestände der 2. Auflage unseres Buches "Die Vögel des Ipweger Moores". Wer noch eines bestellen möchte, lese bitte die Einführung unter "Aktuelles".
Es bestehen noch Restbestände der 2. Auflage unseres Buches "Die Vögel des Ipweger Moores". Wer noch eines bestellen möchte, lese bitte die Einführung unter "Aktuelles".

Ausnahmen vom Tötungsverbot verstoßen gegen europäisches Naturschutzrecht!

s. Urteil des EuGH vom 4. März 2021 (C-473/19), Foto Gurelur
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Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
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