Jahreshauptversammlung 2022: 30 Jahre NABU Rastede

mit Wahl eines neuen Vorstands

Fotos Silke Lorenz

-Bericht folgt demnächst-

 

Jahreshauptversammlung 2022: 30 Jahre NABU Rastede mit Multivisionsschau „Hommage an das Moor“ des renommierten Naturfotografen Willi Rolfes, Vechta.

Eine schriftliche Einladung ist nur über die uns mitgeteilten Mailadressen erfolgt.

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Zur coronabedingten mehrfach verschobenen Jahreshauptversammlung lädt der NABU Rastede nun am Donnerstag, den 15. September 2022, 19.30 Uhr, in den großen Saal des evang. Gemeindehauses Rastede, Am Denkmalsplatz, alle Mitglieder und Interessierte ein.

 

Nach der Begrüßung und einer Rückschau auf 30 Jahre NABU Rastede durch den Vorsitzenden schließt sich ein Festvortrag des langjährigen Geschäftsführers der NABU-Bezirksgruppe Oldenburger Land, Rüdiger Wohlers, an. Wir freuen uns dann über den Vortrag des renommierten Naturfotografen Willi Rolfes aus Vechta und seine Multivisionsschau „Hommage an das Moor“ (PM dazu s. unten).

 

Nach einer Pause folgt dann die Jahreshauptversammlung mit folgender Tagesordnung:

- Feststellung der Beschlussfähigkeit
- Bericht des Vorstandes
- Kassenberichte der Jahre 2020 und 2021 (coronabedingt)
- Bericht der Kassenprüfer
- Entlastung des Vorstandes

- Wahl von zwei Kassenprüfer_innen
- Wahl der/des 1. und 2. Vorsitzenden, der/des Kassenführer_in, der/des Pressewart_in, der/

  des Leiter_in der NAJU-Kindergruppe und der Beisitzer

- Verschiedenes (auch Anfragen)

 

Anträge zur Tagesordnung bitten wir bis zum 08.09.2022 per E-Mail an briefkasten@nabu-rastede.de oder an NABU Rastede, Mühlenstr. 116, 26180 Rastede, zu richten. Wenn auch Sie aktiv für unsere Natur eintreten wollen - wir würden uns über Ihre Mitarbeit sehr freuen!

Wenn Sie keine Gelegenheit zum Besuch unserer Jahreshauptversammlung haben, informieren Sie sich über unsere Aktivitäten doch einmal auf unserer Homepage.

 

Hommage an das Moor

Vortrag von Willi Rolfes

 

Das Moor, verwunschen, gefürchtet, bewundert, geliebt. „Keine andere Landschaftsform Deutschlands ist so mit Gefühlen befrachtet, scheint uns gleichermaßen fremd und urtümlich - und ist zugleich ein ganz besonderer Hoffnungsträger für den Klimaschutz“, so Rolfes. Mit der Ausstellung wird der Besucher tief hinein ins Moor geführt. Flirrende Hitze und klirrende Kälte - wabernde Morgennebel und stickige Mittagsglut: Das Moor zeigt viele Gesichter. Es zeigt sie schnell und sich selbst dabei launisch, ist viel mehr als das Ergebnis von viel Wasser und wenig Sauerstoff: Das Moor ist ein faszinierender Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Der Naturfotograf Willi Rolfes hat diese Landschaft und ihre Charaktere mit der Kamera über Jahre eingefangen und meisterhaft in Szene gesetzt.

 

1,5 Millionen Hektar Moor gab es einst in Deutschland, davon allein in Niedersachsen 630.000 – unvorstellbar viel blubberndes, säufzendes Urland. Allerdings: Nur wenige Tausend Hektar Hochmoor haben die Zeit in einem weitgehend ursprünglichen Zustand überdauert – der Rest wurde so gründlich entfeuchtet, umgegraben und in Tüten verpackt, dass die Moore vielerorts komplett verschwunden sind. Lange Zeit kultivierten die ersten Siedler das Moor, um sich selbst eine Zukunft zu schaffen, die ihnen mehr bescherte, als ein karges Leben von Buchweizen, Schafen und Honig. Später hat der Mensch den Torf verbrannt, als Filter genutzt und im Gartenbau verwendet.

Inzwischen aber hat ein Umdenken stattgefunden. Moore werden – wo möglich – in den meisten Fällen geschützt oder in großem Stil renaturiert. Zwar wird es Jahrhunderte dauern, bis die neuen alten Moore wieder werden wie sie waren. Aber für Moorfrosch, Kranich und Sonnentau ergeben sich schon heute neue Perspektiven.

 

Willi Rolfes zeigt in seinem Vortrag ein facettenreiches Porträt dieses Lebensraums. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit dem Anspruch, Besonderheit und Schutzwürdigkeit einer der letzten Urlandschaften Deutschlands offensichtlich zu machen. Seine Bilder zeigen genau das: Überraschende Farbenpracht, Bläuling und Bekassine, Kraniche und Nebelland. Das Moor ist eine Ur-Landschaft im Wandel.

 

Der NABU Rastede möchte mit dem Vortrag aufklären und Verständnis schaffen und auf diese Weise zum dringend notwendigen Schutz auch der Rasteder Geestrandmoore beitragen.

 

Vita:

 

Willi Rolfes gehört zu den renommiertesten Naturfotografen Deutschlands. Mit seiner Familie lebt er am Rande des Moores im niedersächsischen Vechta. Beruflich ist er als geschäftsführender Direktor der Katholischen Akademie Stapelfeld tätig. Dort veranstaltet er Fotowokshops und ist Mitinitiator des Fotofestivals „Inspiration Natur“. Mit der Naturfotografie beschäftigt er sich seit 1981. Sein besonderes Interesse gilt norddeutschen Landschaftsformen mit ihrer Flora und Fauna. Für ihn ist es wichtig, eine Beziehung zu einer Landschaft oder einer Tierart zu entwickeln. Darum setzt er sich oft lange mit einem Thema auseinander und verfolge es zuweilen über Jahre.

 

Seine besondere Leidenschaft gilt dem Lebensraum Moor, nicht zuletzt weil er am Rande des »Großen Moores« lebt. Er mag facettenreiche Portraits von Landschaften und Tieren. Sie sind ihm wichtiger als wettbewerbstaugliche Einzelbilder. Seine Fotogeschichten erscheinen in Zeitungen und Zeitschriften. Jährlich erscheinen verschiedene Kalender mit seinen Fotografien. Eine Vielzahl von Bildbänden spiegelt seine bisherige naturfotografische Arbeit wider. Einige Fotos wurden bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Das deutsche Fernsehen zeigte seine naturfotografische Arbeit in einem Film im Rahmen der Reihe „Expeditionen ins Tierreich“.

 

Neben der reinen Naturfotografie ist es ihm ein Anliegen, »Sinn-Bilder« zu fotografieren. Als Mitglied der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) ist es ihm ein besonderes Anliegen, mit seinen Arbeiten einen aufklärenden und Verständnis weckenden Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten. Denn, Naturbilder schaffen Naturverständnis.

 

www.willirolfes.de

 

 

Fotoauswahl: Willi Rolfes

23.09.2022: Fledermaus-Kinderfest im Schlosspark mit Meike Schleppegrell, Fotos G. Lüerßen

Der NABU Rastede hat anläßlich der Jahreshauptversammlung am 15.09.2022 einen neuen Vorstand gewählt. Wir gratulieren der neuen Vorsitzenden Silke Lorenz!

Die erste NOSFERATU-Spinne in Rastede ist bereits im August 2019 aufgetaucht und jetzt gemeldet worden. Ihr Biss ist mit einem Bienen-/Wespenstich vergleichbar.

Foto: S. Maertens
Foto: S. Maertens

15.09.2022, 19.30 Uhr, gr. Saal im evang. Gemeindehaus am Denkmalsplatz: JHV und 30 Jahre NABU Rastede mit der Multivisionsschau "Hommage an das Moor" des renommierten Naturfotografen Willi Rolfes

Foto: Willi Rolfes, für weitere Fotos und die Einladung zur JHV auf das Bild klicken !
Foto: Willi Rolfes, für weitere Fotos und die Einladung zur JHV auf das Bild klicken !

26. August 2022, 20.15 Uhr:

Fledermausführung durch den Rasteder Schlosspark: Bericht und Fotos unter "Exkursionen" 2022

A 20 vor dem Aus?

Das Bundesverwaltungsgericht hat das Planfeststellungs-verfahren für den 1. Abschnitt Garnholt-Bekhausen für rechts-widrig und nicht vollziehbar erklärt! Das Urteil kann als pdf-Datei  heruntergeladen werden (auf das A20-Symbol klicken)!

Teuer, naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)
Teuer, naturzerstörend wie keine andere und unsinnig zugleich: die A 20 (A 22)

Rastede im Sommer 2022:

Die Erde schwitzt, die Jugend protestiert weltweit - trotzdem Autobahn-Neubauten? Werden die Mahnungen des Club of Rome, des Weltklimarats (IPPC) und der Wissenschaft sowie der Naturschutzverbände weiterhin ignoriert? Wie wird sich die neue Bundesregierung positionieren? Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat am 31. Mai 2022 jedenfalls den 1. Bauabschnitt Bekhausen-Gr. Garnholt wg. unzulässiger Emissioneneinträge ins FFH-Gebiet für rechtswidrig erkannt.

Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !
Vielen Dank an BINGO für die Förderung vieler Rasteder NABU-Projekte !

Der Wiedehopf

Vogel des Jahres 2022

Der Wiedehopf ist von 143.000 Natur-begeisterten zum Vogel des Jahres gewählt worden, Foto Frank Derer
Der Wiedehopf ist von 143.000 Natur-begeisterten zum Vogel des Jahres gewählt worden, Foto Frank Derer

Windparks in der Wapelniede-rung und im Lehmder Moor:

Das OVG Lüneburg hat die Bebauungspläne lt. Urteil vom 24.06.2021 wg. schwerwiegender Mängel für rechtswidrig erklärt!

Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)
Fotomontage S. Lorenz (Ipweger Moor)

Jedes Maß scheint verloren zu gehen: 40 ha sollen für Gewerbe- ansiedlungen in Leuchtenburg reserviert werden. Es gibt kein

Korrektiv mehr im Gemeinderat!

Mit der Bohmann-Umsiedlung soll es losgehen. Animation Jabro Planungsgesellschaft,  s. unter "Aktuelles"
Mit der Bohmann-Umsiedlung soll es losgehen. Animation Jabro Planungsgesellschaft, s. unter "Aktuelles"

Die Vögel des Ipweger Moores

Sommer 2022: Es bestehen noch Restbestände der 2. Auflage unseres Buches "Die Vögel des Ipweger Moores". Wer noch eines bestellen möchte, sollte sich beeilen. Lesen Sie die Einführung unter "Aktuelles".
Sommer 2022: Es bestehen noch Restbestände der 2. Auflage unseres Buches "Die Vögel des Ipweger Moores". Wer noch eines bestellen möchte, sollte sich beeilen. Lesen Sie die Einführung unter "Aktuelles".

Hankhauser Moor, Mai 2022: Nach Aussagen des Landkreises geht es noch um den Ausgleich im Vehne- moor für den Torfabbauverzicht der Fa. Gramoflor auf eigenen Flächen im Hankhauser Moor.

Kuckuckslichtnelken am  Eggerkingsweg
Kuckuckslichtnelken am Eggerkingsweg

Ausnahmen vom Tötungsverbot verstoßen gegen europäisches Naturschutzrecht!

s. Urteil des EuGH vom 4. März 2021 (C-473/19), Foto Gurelur
s. Urteil des EuGH vom 4. März 2021 (C-473/19), Foto Gurelur

Rastede baut sich zu !

Göhlen, Ipwege, Hankhausen IV, Bauhof, Hahn-Lehmden..: Wie ist der Bauwahn in Rastede zu stoppen?
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