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Abholzarbeiten an der Hülsbäke

Durch aufmerksame Bürger wurden wir im Frühjahr 2023 auf die dramatischen Abholzarbeiten im FHH-Gebiet Eichenbruch an der Hülsbäke hingewiesen. Eine Erklärung, warum man derart radikal mit dem einmaligen Auenwald im Gemeindegebiet umgeht, gab es bisher nicht.

Am Uferbereich wurde vom Gewässerbett ausgehobener Sand abgeladen. Der Sandeintrag im Gewässer ist ein Folge der Verstädterung am Oberlauf der Bäke.

Die so neu entstandenen "Gewässerunterhaltungswege" locken Spaziergänger und Mountainbikefahrer an. Damit ist eine so einzigartige Ruhezone der Natur verloren gegangen.

 

Auenwälder sind Niederungszonen, in denen sich große Niederschlagsmengen zurückgehalten können, ohne Schaden anzurichten. Die Vegetation hat sich den feuchten Verhältnissen angepasst. So findet man dort eine Vielzahl von Buschwindröschen, Sternmieren und Schlüsselblumen. Die Schwarzerle ist ein typischer Baum, der für den Schutzstatus FFH-Gebiets (Flora-Fauna-Habitat - ein EU Schutzstatus) verantwortlich ist. Ihre Wurzeln wachsen an Uferbereichen mangrovenarten in das Gewässerbett (s. Foto unten)

Im Frühjahr 2022 noch  war hier ein Kleinod

In den Jahren zuvor sah der Uferbereich noch intakt aus. An Stellen, wo sich Farn und Buschlwindröschen ausbreiten konnten, ist heute der Boden durch schweres Gerät zerstört, die alten Wurzeln gekappt.

 

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