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 | | Erste Schwarzkehlchen-Brut auf dem Hankhauser Esch?
 | | Schwarzkehlchen, Foto: A. Schäfferling |
 |  | Der hübsche Vogel steht auf der Vorwarnliste zur Roten Liste der Brutvögel Deutschlands
Der relativ hohe Grünlandanteil auf dem Hankhauser Esch in Rastedes Osten mit krautreichen Randbereichen und Zäunen bietet offenbar gute Voraussetzungen für das Schwarzkehlchen (Saxicola torquata), das seit einigen Jahren vermehrt in den Rasteder Mooren und jetzt erstmals auf dem Hankhauser Esch aufgetaucht ist. Da Anfang Juli 2010 zwei Jungvögel gesichtet wurden, ist die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen (Zweit-)Brut auf dem Hankhauser Esch sehr wahrscheinlich, kann aber nicht exakt nachgewiesen werden. Der seltene Singvogel mit schwarzem Kopf und Kehle, weißem Flügelfleck und weißer Wange nimmt offenbar die Räume ein, die vom Braunkehlchen (Saxicola rubetra) verlassen werden. Der Gesang des Schwarzkehlchens erinnert an das Lied des Hausrotschwanzes (Phoenicurus ochruros) und wird von einer erhöhten Warte, häufig von Weidezäunen, aus vorgetragen. Er sucht seine Nahrung hauptsächlich am Boden, jagt aber auch schnäpperartig nach Fluginsekten. Das Nest wird in einer versteckten Erdmulde angelegt. Das Gelege besteht aus 2 – 7 Eiern und wird allein vom Weibchen 14 – 15 Tage bebrütet. Die Jungen verlassen das Nest, bevor sie flügge sind, nach 14 - 16 Tagen und werden eine Zeitlang von den Altvögeln weitergefüttert. Das Schwarzkehlchen brütet in der Zeit von April bis Juli zweimal, wenn die Wetterverhältnisse es zulassen sogar bis zu viermal. Es erreicht nicht ganz die Größe der Kohlmeise und liebt offenes Gelände mit Buschwerk.
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| | Rastedes Mauersegler leiden unter akuter Wohnungsnot
 | Brütender Mauersegler Foto NABU: D. Erlenbach |
 |  | Die wenigen Rasteder Sommervögel bereiten sich bereits auf ihre Afrikareise vor
26. Juli 2010:
Vielen Städtern ist er bekannt – durch seine irrsinnig schnellen und rasanten Flugmanöver in unseren Straßenschluchten und durch seine hohen „sriii“-Rufe; zum Sommer gehört er wie Erdbeereis und Freibad: der Mauersegler, noch 2003 zum Vogel des Jahres gekürt. Und: er ist zweifellos einer der beliebtesten Gefiederten in unseren Breiten, auch im Oldenburger Land. Trotzdem macht sich der NABU zunehmend Sorgen um den Mauersegler - auch zwischen Wangerooge und Dümmer, zwischen Aper Tief und Harpstedt. Der Mauersegler, der große Teile seines Lebens in der Luft verbringt, sogar sein Nistmaterial – Halme, Haare, Federn und anderes – im Flug schnappt, wird immer häufiger Opfer einer Maßnahme, die eigentlich dem Umweltschutz dient: Neubauten werden heute ebenso wie Altbauten perfekt gedämmt und abgedichtet; dadurch werden Mauersegler, für die unsere Straßenschluchten wie ein Gebirge wirken, regelrecht ausgesperrt, weil sie nicht mehr hinter Dachziegeln und Verschalungen gelangen können, um dort zu brüten. Wenn dieser wunderbare Vogel nicht aus unseren Städten und Dörfern verschwinden soll, muß dafür gesorgt werden, dass er neue Brutplätze erhält – durch die Anbringung spezieller Mauersegler–Nistkästen, die mit etwas Geschick leicht selbst aus Holz zu bauen sind.
 | Mauersegler am Himmel Foto Wikipedia |
Unter Dachvorsprüngen angebracht, gern auch zu mehreren, können sie dem Mauersegler gute Brutmöglichkeiten bieten. Bei Neubauten bieten sich auch Mauersegler-Bausteine an, die unterm Dach an geeigneten Stellen eingemauert werden können. Die Mauersegler werden es im nächsten Jahr danken, wenn jetzt, da sie auf ihre lange Reise in die afrikanischen Winterquartiere gehen, viele Nistkästen für das nächste Jahr gebaut und angebracht würden – diese können im Herbst und Winter auswittern, bis die Mauersegler rund um den 1. Mai wieder bei uns eintreffen. In der Regel verlassen uns die wendigen Flieger um den 1. August - dann verstummt ihr hoher Ruf in den Städten und Dörfern des Oldenburger Landes.
Der NABU hofft auf viele neue Mauerseglerkästen für das nächste Jahr – und hält Baupläne und weitere Infos gegen Einsendung von 5 Euro bereit. Diese können angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort „Nisthilfen“, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.
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| | „Kiebitzboom“ auf dem Hankhauser Esch!
 | Jungkiebitz Foto: Fritz Bosch |
 |  | Die Kiebitze sind inzwischen abgezogen - die Hoffnung auf eine Wiederkehr in 2011 bleibt
Hankhausen, 10. Juli 2010: Die Kiebitze sind Anfang Juli vom Hankhauser Esch abgezogen. Bis zuletzt konnten Altvögel beobachtet werden, die ihren Nachwuchs bewacht und gegen Greifvögel und Rabenkrähen verteidigt haben. Wie viele der ursprünglich bis zu 16 Jungvögel den kalten und damit auch nahrungsarmen Juni überstanden haben, konnte nicht festgestellt werden. Die Altvögel und damit auch ihre Jungen haben sich sehr zeitig in den schwer einsehbaren Ostteil des Eschs mit ungemähten Wiesen und Maisäckern zurückgezogen und sich damit einer Kontrolle entzogen. Hoffen wir auf eine Wiederkehr im kommenden Frühjahr...
Hankhausen, 6. Juni 2010:
Inzwischen ist bei Kiebitzens der Nachwuchs geschlüpft und wird von den Altvögeln auf dem Esch geführt. Kiebitze sind Nestflüchter und die eben geschlüpften Küken können kurz darauf bereits ihren Eltern folgen. Alle Eindringlinge menschlicher wie tierischer Art werden nun aufmerksam beobachtet, umflogen und im Falle von Prädatoren auch gemeinsam vertrieben. Dabei werden die Jungvögel durch Warnrufe veranlaßt, sich weitgehend unsichtbar zu machen. Selbst mit dem Fernglas ist es dann fast unmöglich, einen Jungvogel auszumachen.
Unter Beteiligung der Unteren Naturschutzbehörde konnte mit dem auf dem Esch wirtschaftenden Landwirt Heinz-Gerd Claussen vereinbart werden, die anstehende Spritzung der Maisfelder bis zum 30. Juni auszusetzen: ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, behördlichem und ehrenamtlichem Naturschutz!
Hankhausen, 19. Mai 2010:
Auf dem Hankhauser Esch haben vier Kiebitzpaare seit dem zeitigen Frühjahr nur darauf gewartet, dass gepflügt, geeggt und Mais gedrillt wird.
 | Kiebitz auf Acker Foto: Thorsten Schwandt |
Schon vor dem „Auflaufen“ der Maispflanzen haben die Kiebitzmännchen in ihrer typischen, artbedingten „Zeigerhaltung“ mehrere Nestmulden angelegt, indem es seinen Oberkörper auf den Boden drückt und mit kreisenden Bewegungen eine Mulde in den Boden dreht.
Nachdem die Weibchen sich für eine dieser Mulden entschieden haben, haben sie das Nest mit wenigen Halmen und Pflanzenteilen ausgepolstert und vier Eier hineingelegt. Diese liegen meist in der für Limikolen charakteristischen Kreuzform im Nest – mit den Spitzen schräg nach unten zur Nestmitte gekehrt.
Bis die Küken schlüpfen, dauert es nun drei bis vier Wochen, in denen beide Altvögel das Nest bebrüten.
Seit längerem wird von den Ornithologen beobachtet, dass Kiebitze zunehmend Maisfelder als Brutbiotop aufsuchen. Hier warten sie gezielt bis nach der Maiseinsaat darauf, ihr unauffälliges Nest in einer Bodenmulde anzulegen und nach der Eiablage (in ca. 5 Tagen) mit der Brut zu beginnen.
 | Je 4 Eier befanden sich in den Nestern Foto: H. Lobensteiner |
Man vermutet, dass die Abkehr vom ursprünglichen Wiesenbiotop mit dem Umbruch von Wiesen zu Maisäckern (Stichwort: Mais für Biogasanlagen) bzw. den immer früheren Mahdterminen auf den "Grasäckern" zusammenhängt, die in die Aufzuchtzeit der Jungkiebitze fallen.
Damit das unscheinbare Nest nicht unbeabsichtigt durch landwirtschaftliche Maschinen zerstört wird, hat der NABU Rastede die Nester in Absprache mit dem verständnisvollen Landwirt Heinz-Gerd Claussen aus Wemkendorf mit frischen Weidenzweigen gekennzeichnet.
Einen Hinweis noch an die Hundehalter: während der nächsten Wochen bitte die Hunde unbedingt an der Leine über den Esch führen!
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| | Küstenautobahn A 20 (vormals A 22) Fahrradsternfahrt am 22. August zum Ponyhof Kaper in Bekhausen
August 2010: Am 22.08.2010 wird eine von den Ammerländer Bürgern gegen die A 20 (A 22) organisierte Fahrrad-Sternfahrt von verschiedenen Orten des Ammerlandes nach Rastede-Bekhausen zum Ponyhof Kaper durchgeführt. Plakat und Routen siehe hier!
25.06.2010: Linienbestimmung enthält gravierende Mängel
Für die nun umbenannte Küstenautobahn in A 20 übergab der Staatssekretär Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium (BMVBS) in Stade die Linienbestimmung an den Nds. Verkehrsminister Bode. Obwohl die Streckenführung durch die Jader Marsch vorgeblich noch offen sein und erst im Planfeststellungsverfahren geklärt werden soll, geben sich die Offiziellen mit dem Fertigstellungstermin 2022 unerklärlich optimistisch.
Wahrscheinlich dient das Offenlassen der Streckenführung durch die Jader Marsch nur der Beruhigung der betroffenen Gemeinden. Sowohl Varel als auch Rastede und Wiefelstede verteidigen vehement die nördlich von Jaderbeg verlaufende Trassenführung, die aber durch das gutachterlich festgestellte faktische Vogelschutzgebiet führt. Die südliche Trasse würde dieses Vogelschutzgebiet zwar nicht mehr in voller Breite zerteilen, dafür aber mehr Rasteder Siedlungsbereiche tangieren und Varels Durchgangsstraße B 437 nicht entlasten. Das Dilemma bleibt also bestehen.
Bemerkenswert und entlarvend zugleich ist die Feststellung im Brief des Landkreises Ammerland an das BVMBS, die Trassenführung West 3 (südliche Umgehung von Jaderberg) würde im Bereich des Rasteder Geestrands die „besondere Eigenart und Schönheit der Ammerländer Landschaft eklatant zerstören“. Auch werden nun erstaunlicherweise Naturgüter und schützenswerte Vogelarten wie der Mittelspecht bemüht, um den Wald beim Gut Hahn nicht zu durchtrennen. Nicht das wir falsch verstanden werden: letzteres wäre in der Tat eine Katastophe, aber dass die Naturschutzverbände und die Bürgerinitiativen auf diese Problematik verbal und in ihren diversen Stellungnahmen immer wieder hingewiesen haben und dass die Autobahn viele ähnlich schöne und schützenswerte Landschaften zwischen Elbe und Wesermarsch zerstören würde, spielte bei den Ammerländer Wortführern der A 20/A 22 bisher, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle - wie man sieht, nur solange die regionalen Interessen der Kommunen und der (Tourismus-) Wirtschaft nicht so schmerzlich tangiert wurden. Dass nun aber gerade diese durch die veränderte Lineinführung der Autobahntrasse (fraglich bleibt, ob diese Änderung im Rahmen der Linienbestimmung überhaupt rechtmäßig ist) in Gefahr geraten, verändert die Sachlage grundlegend. Nun wird plötzlich so etwas wie Sorge um Natur und Landschaft sichtbar. Warum wurde diese Sorge bei der bisherigen Hauptvariante (West 2) nicht ebenso sichtbar, z. B. beim Wald von Groß Garnholt, bei der Wapelniederung sowie beim Dringenburger und Holler Moor? Und hinter vorgehaltener Hand müssen nun die Auftraggeber für das Rastvogelgutachten, die bösen Naturschützer von BUND und NABU, als Prügelknaben für das erkennbare Dilemma herhalten, andererseits wird im o. g. Schreiben das BVMBS ersucht, weiter die Hauptvariante (West 2) durch das faktische Vogelschutzgebiet zu verfolgen, auch auf die Gefahr hin, damit europäisches Recht zu brechen. Schon Goethe ließ seinen Zauberlehrling sagen: „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los.“ ...
Hinzu kommt die weiterhin völlig ungeklärte Finanzierung der Autobahn. Und das erklärte nicht Irgendwer, sondern der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages jetzt anläßlich eines Besuchs in Rastede.
Wann nimmt man behördlicherseits endlich zur Kenntnis, dass diese Autobahn nach Fertigstellung bei weitem nicht ausgelastet sein wird (u. a .auch wegen des sechsstreifigen Ausbaus der A 1), das Gewerbegebiete in erster Linie aus dem Hinterland unter arbeitsplatzsparenden Investitionen in Autobahn-Gewerbegebiete wechseln, das der Jadeport überwiegend Transportwege in südliche Richtungen benötigt, das der Schwerlastverkehr aus den nordischen und baltischen Staaten überwiegend seine Güter gen Rotterdam und weiter transportieren und das der ohnehin atemberaubende Schuldenberg der Republik um weitere mindestens 2 Milliarden Euro (incl. Elbeuntertunnelung und Wesertunnelanpassung) anwachsen wird, das sich das Leben vieler Menschen in dramatischer Weise verändert hat und das unersetzliche Natur unwiederbringlich vernichtet wurde.
 | Gänse in der Jader Marsch Foto: Gramberg |
Ähnlich wie beim Rhein-Main-Donau-Kanal wird nach einer Fertigstellung der A 20 das Gejammer groß sein und die Suche nach den Schuldigen, den dann längst pensionierten „Spitzenbeamten“, einsetzen, wenn sich herausstellt, dass die ursprünglichen, bewußt schön gerechneten Kosten um das Doppelte angestiegen sind und die Autobahn sich wegen fehlender Auslastung als weitgehend überflüssig erweist. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Streichliste des NABU-Bundesverbandes von im Bau oder in Planung befindlichen Straßenbauprojekten des Bundes.
09.06.2010:
Der Koordinierungskreis der Initiativen gegen die A 22 (KOK) stellte am 09. Juni 2010 sein achtseitiges Konzept "Verkehrliche Alternativen zur Küstenautobahn A 22" der Presse vor. Das Papier wurde auch an das BMVBS und seine vier Staatssekretäre geschickt, an die Mitglieder des Verkehrsausschusses im Bundestag, den Bundesumweltminister, an die Ministerpräsidenten und Verkehrsminister aller Bundesländer, an die Landräte und Kreistage aller betroffenen Landkreise sowie an die verkehrspolitischen Sprecher der Fraktionen der vier Nordländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Dargelegt wird darin noch einmal der fehlende Bedarf für eine weitere Autobahn in Küstennähe, der Widerspruch zu den nationalen wie internationalen Klimaschutzzielen, die für einen Autobahn-Neubau deutlich
zu gering prognostizierte Auslastung ab dem Fertigstellungsdatum 2020,
die fehlende Eignung des Wesertunnels als Autobahntunnel sowie die sowohl finanziell als auch technisch noch völlig ungeklärte Elbquerung. Mit dieser Negativbilanz für die A 22 geben sich die Konzeptersteller aber noch nicht zufrieden, sondern es werden detaillierte Verkehrsalternativen entwickelt und beschrieben.
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| | In den Stratjebusch-Teich soll wieder Leben einkehren!
 | | Der Stratjebusch-Teich...
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 |  | Der NABU treibt die Renaturierung des ehemaligen Dorados für Amphibien und Fische voran
Der NABU Rastede plant die Erweiterung und Vertiefung eines tlw. verfüllten ehemaligen Feuerlöschteiches am Rasteder Stratjebusch. Im Jahre 2002 berichteten wir in unserem Jahresbericht folgendes:
“Ein Umweltvergehen eigener Art hat sich klammheimlich im Landschaftsschutzgebiet am Stratjebusch zugetragen! Noch Ende 2001 wurde mit Genehmigung der Gemeinde Rastede das als Feuerlöschteich nicht mehr benötigte Gewässer (Größe 13 x 18 m), von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, zugeschüttet. Erst nach der Benachrichtigung durch einen engagierten Bürger und der daraufhin erfolgten Intervention des NABU Rastede beim Landkreis als Untere Naturschutzbehörde (UNB), wurde der Sachverhalt aufgeklärt: trotz Verbots im Landschaftsschutzgebiet war der Teich eigenmächtig und ohne Kontaktaufnahme mit der Fachbehörde zugeschüttet worden. Daraufhin wurde vom Landkreis veranlaßt, die Funktion des Teiches als Amphibiengewässer wieder herzustellen, was dann im Februar 2002 geschah. Die vielen elend umgekommenen Fische, Amphibien und Kleinlebewesen werden davon natürlich nicht wieder lebendig, aber vielleicht haben kommende Generationen nach einer Neubesiedelung wieder eine Chance. Bei einem "normalen" Bürger wäre für dieses Vergehen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit einer saftigen Geldbuße sanktioniert worden…“.
 | ...in seiner jetzigen Ausdehnung Fotos: H. Lobensteiner |
Die seinerzeitige Teilrenaturierung ist allerdings von der ursprünglichen Ausdehnung und Tiefe des Teiches weit entfernt, sodass er in regenarmen Zeiten völlig austrocknet. Dem NABU Rastede liegen Schriftstücke von kundigen Anwohnern vor, die detailliert die Größe und den ehemaligen Artenreichtum der Fisch- und Amphibienfauna dieses Gewässers beschreiben.
Diese ausführlichen Beschreibungen hat der NABU Rastede aufgegriffen und sich zur Aufgabe gemacht, den früheren Zustand des Teiches und seine äußeren Bedingungen wieder weitestgehend herzustellen. Dazu wurde das Einverständnis der UNB, der Gemeinde Rastede und der herzoglichen Verwaltung als Eigentümerin eingeholt; die UNB geht dabei von einer größeren Aufreinigung aus. Die notwendigen Bagger- und landschaftspflegerischen Arbeiten werden von der Rasteder Garten- und Landschaftsbaufirma Lausch ausgeführt. Aus Verkehrssicherungsgründen wird die Einzäunung des Teiches erforderlich. Die Finanzierung der entstehenden Gesamtkosten muß der NABU Rastede noch sicherstellen. Wem der Stratjebusch-Teich am Herzen liegt, kann mit einer Spende zur Wiederherstellung des Teiches in seiner ehemaligen Ausdehnung beitragen unter der Konto-Nr. 103 104 000 bei der Raiba Rastede, BLZ 280 621 65!
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| | Naturkundliche Exkursion in das Naturschutzgebiet Gellener Torfmöörte
 | Interessierte Teilnehmer am ...
Foto: H. Lobensteiner |
 |  | Landschaftswart Kay Fuhrmann führte begeisterte Teilnehmer
Bei strahlendem Sonnenschein und Mittagstemperaturen bis 30° fand am Sonntag, den 6. Juni, eine Radtour vom Rasteder Hirschtor durch Schlosspark, Eichenbruch, Loy, Ipwege und Loyer Moor, vorbei am Naturschutzgebiet Barkenkuhlen bis zum gemeinsamen Treffpunkt mit den übrigen Teilnehmern am „Dreiländereck“, das hier die Kreisgrenze zwischen Wesermarsch, Ammerland und Stadt Oldenburg bildet, statt. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden des NABU Rastede führte der Landschaftswart für die Gellener Torfmöörte, Kay Fuhrmann, die Teilnehmer durch das Naturschutzgebiet.
 | ...Moorsee in der Torfmöörte Foto: H. Lobensteiner |
Obwohl die Gellener Torfmöörte durch die starke Entwässerung zugunsten der umliegenden Landwirtschaft ihren Hochmoorcharakter längst eingebüßt und nur noch an wenigen Stellen erkennen läßt, waren die Besucher von den vielen singenden Vogelarten wie Kuckuck, Gartenrotschwanz, Fitis, Zilpzalp, Goldammer, Gartengrasmücke, Misteldrossel, Singdrossel, Dorngrasmücke, Mönchsgrasmücke, Baumpieper, Buchfink, Zaunkönig, Bachstelze, Rotkehlchen, Schwarzkehlchen u.a. sehr beeindruckt. Auch die über den Moorseen fliegenden Libellenarten konnten beobachtet und fotografiert werden.
Botanische Besonderheiten wie der Gagelstrauch und das deutschlandweit größte Vorkommen der Sumpfcalla (Calla palustris)
 | Vierfleck-Libelle am Moorsee Foto: Silke Lorenz |
fanden neben den erklärenden
Worten über die Entstehung und Entwicklung der Gellener Torfmöörte und das Bestreben des NABU Rastede, hier im Randbereich durch Ankauf von landwirtschaftlichen Flächen eine zumindest teilweise Wiedervernässung zu erreichen, besondere Beachtung.
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| | In eigener Sache... Kinder-/Jugendgruppenleiter(in) gesucht!
Nachdem jahrelang eine Kinder-, später Jugendgruppe der NAJU bestanden hat, ist durch den ausbildungsbedingten Wegzug der Gruppenleiter ein Vakuum entstanden. Der NABU Rastede sucht daher Personen, die Freude an und Kenntnisse von der Natur haben und diese an Kinder (7 - 12 Jahre) und Jugendliche (ab 13 Jahre) weitergeben möchten. Besondere Qualifikationen sind nicht erforderlich. Eine Fortbildung kann durch den NABU stattfinden. Das Alter ist nachrangig, im Vordergrund soll die Freude im Umgang mit einer Kinder-/Jugendgruppe stehen. Es ist daran gedacht, die Treffen sowohl in freier Natur als auch in geeigneten Räumlichkeiten 14-tägig durchzuführen.
Wer Interesse an einer solchen ehrenamtlichen Tätigkeit hat, sollte sich mit einem Vorstandsmitglied (s. unter "Vorstand") in Verbindung setzen. |   |
| | Nisthilfen für unsere Insekten Auch Hummel, Biene & Co. brauchen Hilfe
Rastede, im Frühjahr 2010:
Der lang ersehnte Frühling ist angebrochen und die Frühblüher erfreuen unsere Augen. Längst sind mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen die aus der Winterstarre erwachten Insekten auf der Suche nach nektarreichen Blüten. Zum Frühjahr und zu einem erfüllten Sommer gehört das Summen der Hummeln, der Flug der Bienen, gerade auch der Wildbienen, die für die Bestäubung der Wild- und Kulturpflanzen von unschätzbarer Bedeutung sind, genauso wie das Krabbeln des Marienkäfers, des blattläusejagenden Ohrenkneifers und die Beobachtung anderer faszinierender Insekten - die es in unserer zunehmend ausgeräumten Landschaft und den artenarmen Gärten immer schwerer haben. Deshalb weist der NABU Rastede die Naturliebhaber jetzt auf die 30-seitige Bauplansammlung für Nisthilfen -vom Wildbienenbrett bis zum Hummelkasten, vom Hornissenkasten bis zum großen, anspruchsvollen Insektenhotel- hin. In dieser wird die ganze Bandbreite möglicher Nisthilfen ausführlich dargestellt und zum Insektenschutz im eigenen Garten, auf dem Balkon, im Kleingarten, vielleicht sogar am Fensterbrett im Blumenkasten oder im Park aufgerufen. Jetzt ist noch Zeit, selbst Hand anzulegen und damit den fliegenden Nützlingen zu helfen.
Die Bauplansammlung kann zusammen mit der Farbbroschüre "Bienen, Wespen und Hornissen" ab sofort gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU, Stichwort Insekten, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg angefordert werden.
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| | Der NABU Oldenburger Land ruft auf: Bäume pflanzen für den Klimaschutz.
 | Schlehen-(Schwarzdorn-)blüte
Foto: naturgucker.de |
 |  | Auch Schulen, Vereine und Betriebe können aktiv werden
„Klimaschutz ist keine anonyme Angelegenheit, die man der Gesellschaft als Schwarzen Peter zuschieben kann. Neben einem klimabewussten Einkaufs- und Reiseverhalten kann jeder Einzelne einen einfachen Beitrag leisten, um dauerhaft den Klimakiller CO² zu binden – einen oder mehrere Bäume pflanzen, die auch Lebensraum für Tiere bedeuten!“
Mit diesem Appell wandte sich jetzt NABU-Bezirksgeschäftsführer Wohlers an die Bevölkerung im Oldenburger Land: „Gerade unser küstennahes Land wird in besonderem Maße unter dem Klimawandel zu leiden haben, durch höher auflaufende Sturmfluten, einen verstärkten Tidenhub, heftigere Stürme und Starkregenereignisse. Jeder Einzelne kann etwas tun – eine erste Geste könnte es sein, einen oder mehrere standortgerechte Laubbäume zu pflanzen, denn darin wird nachhaltig Kohlendioxid gebunden, und Bäume sind unverzichtbare Sauerstofflieferanten sowie ‚lebendige Kühlelemente’ in heißen Sommern. Wenn jeder Bürger im Oldenburger Land nur einen einzigen Baum pflanzt, würde das schon eine Million neuer Lebensspender zwischen Wangerooge und Dümmer See bedeuten! Neben Einzelpersonen können natürlich auch Schulen, Betriebe und Vereine aktiv werden: Warum nicht Eiche, Buche oder Birke hinter dem Schulhof, auf dem Firmengelände oder am Sportplatz grünen lassen?“
Der NABU-Bezirksgeschäftsführer hofft auf viele neu gepflanzte Bäume: „Jetzt ist Pflanzzeit – so mancher ‚Klimabaum 2009’ kann also in den Boden gebracht werden, und in hundert Jahren werden sich unsere Nachfahren vielleicht daran erinnern, dass er in dem Jahre gepflanzt wurde, als die Menschheit endlich erkannte und akzeptierte, dass der Klimawandel bedrohliche Realität ist. Mit jedem gepflanzten Baum würden die Bürger übrigens auch an die früheren Generationen selbstverständliche Tradition anschließen, für jeden entfernten Baum einen neuen nachzupflanzen.“
Wer im eigenen Garten keinen Platz zur Pflanzung eines Baumes hat, kann sich gern an den NABU wenden und über eine zweckgebundene Spende dafür sorgen, dass der NABU auf einer eigenen Fläche Bäume pflanzen oder Hecken anlegen kann: Tel. 0441 – 25600 oder mail: mail@nabu-oldenburg.de
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