Die Gänsesäger sind wieder da !

Die interessanten Wintergäste sind bereits im 5. Winterhalbjahr auf dem Ellernteich zu beobachten

Gänsesäger, Foto A. Schäfferling Gänsesäger, Foto A. Schäfferling

Dem flüchtigen Betrachter entgeht derzeit ein besonderes Erlebnis. Überwiegend auf dem Ellernteich, gelegentlich auch auf dem Rund- und Krebsteich, sind in den vergangenen Tagen immer wieder Ansammlungen von Gänsesägern zu beobachten. In den Dezembertagen 2011 ist die höchste bisher festgestellte Anzahl mit 37 (28 Männchen und 9 Weibchen) Individuen festgestellt worden. Gänsesäger (Mergus merganser) bilden eine eigene Unterart (Entenartige) und sind nicht mit den ansonsten auf den Teichen sehr zahlreich anzutreffenden Stockenten zu verwechseln. Das Männchen hat einen dunkelgrünen Kopf und Vorderhals mit rotem Schnabel und weißem Körper während das Weibchen und die noch nicht ausgefärbten Jungvögel (immat.) einen rotbraunen Kopf und einen weniger auffälligen Körper haben.

Ihr Name ist zurückzuführen auf die schlanken, an den Kanten gesägten Schnäbel mit hakenförmiger Spitze. Gänsesäger sind Höhlenbrüter.

Sie suchen sich fertige Nisthöhlen in Altbaumbeständen (z. B. Schwarzspechthöhlen) in Gewässernähe zu Seen, größeren Flüssen und Bächen, mit Bäumen bestandenen Steilküsten, nehmen aber auch zunehmend künstliche Höhlen an. Ihre Vorkommensgebiete sind im wesentlichen die skandinavischen und baltischen Länder und Russland, aber auch Polen, Mecklenburg-Vorpommern und das Alpenvorland gehören zu ihren Lebensräumen.

 

Die Tiere im Schloßpark sind bei Annäherung recht scheu, aber solange eine Fluchtdistanz von ca. 50 m nicht unterschritten wird, tolerieren sie die auf den Wegen passierenden Fußgänger und Radfahrer. Sie verlassen die Teiche am Spätnachmittag und suchen ihre Schlafplätze wahrscheinlich im Zwischenahner Meer oder den Huntewiesen.

 

 

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Gänsesäger, Foto R. Siegle

 

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